Verner Panton im Designportrait bei Interni
Verner Panton im Designportrait bei Interni

Bildquelle © Verner Panton Design AG & Vitra

Verner Panton im Designportrait


Farbe als Werkzeug

Es gibt Designer, die formen Möbel. Und es gibt solche, die verändern, wie wir Räume wahrnehmen. Verner Panton gehört zur zweiten Gruppe.

Geboren 1926 in Dänemark, ausgebildet als Architekt, begann seine Laufbahn zunächst im Umfeld von Arne Jacobsen. Doch früh wurde klar: Panton suchte nicht nach Weiterentwicklung, sondern nach einem Bruch. Während viele seiner Zeitgenossen mit Zurückhaltung und Funktion argumentierten, dachte er Räume radikal neu als Gesamterlebnis.

Sein zentrales Material war nicht Holz oder Stahl. Es war Farbe.

Panton verstand Farbe nicht als Oberfläche, sondern als Gestaltungskraft. Räume wurden bei ihm zu atmosphärischen Kompositionen, Möbel zu Bestandteilen eines größeren Ganzen. Seine Entwürfe sollten nicht nur funktionieren, sie sollten wirken. Und sie durften das auch zeigen.

Ein Schlüsselwerk dieser Haltung ist der Panton Chair. Ein Stuhl aus einem einzigen Stück Kunststoff, frei schwingend, ohne Hinterbeine. Was heute selbstverständlich erscheint, war in den 1960er-Jahren ein Bruch mit allem, was bis dahin als möglich galt. Technisch wie formal. Der Entwurf brauchte Jahre der Entwicklung, bevor er in Serie gehen konnte und wurde zu einer Ikone, die bis heute nichts von ihrer Eigenständigkeit verloren hat.

Doch Panton war nie nur Möbeldesigner.
Er dachte in Räumen.

Seine Interieurs, etwa die legendäre „Visiona“-Installation, lösten klassische Raumgrenzen auf. Böden, Wände und Decken gingen ineinander über, Textilien, Formen und Farben bildeten zusammen eine fast immersive Umgebung. Es ging nicht mehr um Einrichtung im klassischen Sinne, sondern um Stimmung, Wahrnehmung und Bewegung im Raum.

Gerade darin liegt die Aktualität seiner Arbeit.
In einer Zeit, in der Räume wieder stärker als Ausdruck von Persönlichkeit verstanden werden, gewinnen Pantons Ideen neue Relevanz. Seine Entwürfe zeigen, dass Gestaltung nicht zurücktreten muss, um zeitlos zu sein. Dass ein Raum Charakter haben darf und dass gutes Design nicht immer leise sein muss, um zu bestehen.

Der Polsterstuhl Amoebe von Panton in einem gemütlichen Raum

Bei interni in Senden lässt sich dieser Gedanke in unterschiedlichen Facetten erleben. Zwischen internationaler Designkultur und architektonisch inszenierten Räumen entsteht ein Kontext, in dem Pantons Arbeiten ihre Wirkung entfalten können, nicht als Einzelstücke, sondern als Teil eines größeren Verständnisses von Wohnen. Mit ausgewählten Entwürfen von Vitra, Verpan und Louis Poulsen wird sein Werk hier in seiner ganzen Bandbreite sichtbar, vom ikonischen Möbel bis zur Lichtgestaltung.

Vielleicht ist es genau das, was Verner Panton bis heute so besonders macht:
Er hat nicht nur Möbel entworfen.
Er hat gezeigt, dass Räume mehr sein können als ihre Funktion.

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